Über den andauernden Nutzen eines alten Rauschebarts.

Im Jahr seines zweihundertsten Geburtstages eroberte Karl Marx wieder einmal die Titelseiten. Das Fernsehen brachte Sondersendungen, Marx-Biographien erkletterten die Bestsellerlisten, seine Schriften wurden von Leuten gelobt, von denen man anderes zu hören gewohnt ist.
Denjenigen, die tatsächlich etwas über Marx lernen wollen, nützt all der Rummel leider wenig. Das medial vermittelte Bild weist bezeichnende Leerstellen auf – die Kerninhalte fehlen.

Eine Gesellschaftswissenschaft ohne Marx ist so sinnlos wie eine Biologie ohne Darwin. Und doch:
Darwins Ideen sind allgemein als unhintergehbarer Erkenntnisstand anerkannt, werden an jeder Schule gelehrt. Sein Zeitgenosse Marx mag im Jubiläumsjahr zur Pop-Ikone aufgestiegen sein, sein Denken ist an ökonomischen Fakultäten verhasst, aus politischen Diskursen verschwunden, in den Schulbüchern allenfalls als schlechte Karikatur zu finden.

Dies liegt nicht an Marx‘ Schwächen, es liegt an seinen Stärken. Für eine Gesellschaftsordnung, die auf der Ausbeutung der Mehrheit im Interesse einer obszön reichen Minderheit beruht, stellt die rücksichtslose Analyse ihrer Funktionsweise eine Gefahr dar. Für diejenigen, deren Interessen Tag für Tag dem Streben nach Höchstprofiten geopfert werden, bleibt sie so nützlich wie eh und je.

Die Frauenkommission der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) veranstaltet gemeinsam mit der DKP Trier und SDAJ Trier zu diesem Thema einen Vortrag mit anschließender Möglichkeit zur Diskussion am Samstag, 24.November 2018 ab 17Uhr im Komplex – Infoladen Trier, Hornstraße 7, 54294 Trier-West.

Nach der Veranstaltung lassen wir den Abend noch gemütlich bei guter Musik, sowie Gesellschaft im Infoladen ausklingen.

Der Eintritt ist kostenlos. Du bist herzlich eingeladen.

Vom 20.-22.Juli 2018 findet die Aktionspräsenz der SDAJ und DKP vor dem Fliegerhorst Büchel bei Cochem (RLP) statt. Sie ist damit Teil einer mehrwöchigen Veranstaltung, unterstützt von vielen Organisationen der Friedensbewegung.

Die am 12. Juli stattfindende Veranstaltung von SDAJ und DKP Trier soll auf die Stützpunkte der NATO, im speziellen der USA und der Bundeswehr in unserer Region und auf die zunehmende Militarisierung generell aufmerksam machen.

Dazu haben wir einen Referenten eingeladen, der uns über die Situation an der US-Airbaise in Spangdahlem in der Eifel (Entfernung vom Komplex – Infoladen Trier: 31km) aufklären wird.
Außerdem zeigen wir im Anschluss und natürlich genügend Raum für Diskussionen) den antimilitaristischen DDR-Film „Die Abenteuer des Werner Holt“ (DEFA, 1965)

Los geht’s ab 20Uhr im Komplex – Infoladen Trier, Hornstraße 7, Trier-West

Wir freuen uns auf Euch beim Vortrag und in Büchel. 😉

Am Donnerstag, 26.Juli veranstaltet die DKP Trier und die SDAJ Trier ab 20Uhr einen Kubanischen Abend mit kubanischer Musik, Berichten, Diskussionen und schmackhaften Getränken.

Außerdem wird gegrillt. Wer grillen möchte bitte eigenes Grillgut mitbringen. 🙂

Ihr seid herzlich eingeladen 🙂

Die Veranstaltung findet im Komplex – Infoladen Trier, Hornstraße 7 in Trier-West statt.

Am 5. April hatte die SDAJ Trier im Zuge des 200. Geburtstags von Karl Marx einen Leserkreis zu seinem Werk „Lohn, Preis und Profit“ mit Euch begonnen. Alle die teilgenommen haben, aber auch alle, die es nicht zum ersten Termin geschafft haben, sind herzlich eingeladen zum zweiten Treffen am 19.04. zu kommen.

Es ist kein Vorwissen zum Thema erforderlich – zum Treffen muss nichts mitgebracht werden.

Beim ersten Treffen haben wir einschließlich Kapitel 4 („Angebot und Nachfrage“) gelesen. Wir werden die gelesenen Kapitel auch nochmal zusammenfassen. ( hier kann man auch kostenfrei in ‚Lohn, Preis und Profit‘ reingucken: http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm )

Los geht’s am Donnerstag, 19. April ab 20Uhr im Komplex – Infoladen Trier (Hornstraße 7, Trier-West).
Die weiteren Termine besprechen wir am beim Treffen. Wir freuen uns auf Euch! 🙂

#marxhatzukunft

Ab dem 5. April veranstaltet die SDAJ Trier im Zuge des 200. Geburtstags von Karl Marx einen Leserkreis zu seinem Werk „Lohn, Preis und Profit“
Ihr seid herzlich eingeladen teilzunehmen.

Es ist kein Vorwissen zum Thema erforderlich – zum ersten Treffen muss nichts mitgebracht werden.

Los geht’s am Donnerstag, 5. April ab 20Uhr im Komplex – Infoladen Trier (Hornstraße 7, 54294 Trier-West).
Die weiteren Termine besprechen wir am beim ersten Treffen. Wir freuen uns auf Euch! 🙂

Zum 200. Geburtstag des großen Vordenker des Sozialismus und Kommunismus Karl Marx wollen Kommunistinnen und Kommunisten eine Konferenz zu seinem Wirken und seiner bis heute gültigen Analyse des Kapitalismus in seiner Geburtsstadt Trier veranstalten.

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) und die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) veranstalten gemeinsam am 5. und 6. Mai 2018 ein Wochenende mit Aktionen, einer Konferenz und Konzerten! Auf der Konferenz wird mit verschiedenen Beiträgen auf die Aktualität von Marx‘ Werk – auch nach 200 Jahren – eingehen und sein Wirken in verschiedenen Teilen der Erde analysieren. Dazu werden Marxist*Innen referieren und diskutieren.

Seid dabei, diskutiert mit und feiert mit uns Karl Marx‘ Geburtstag!

[Weitere Infos folgen hier, auf Facebook oder unter http://marxgeburtstag.de/ – Stay tuned!]

#marxhatzukunft

100 Jahre nach der Oktoberrevolution hat die SDAJ Trier bereits am Anfang des Jahres einen Lenin-Lesekreis veranstaltet, einen Filmabend zur Revolution auf Kuba gezeigt und eine Party zur Oktoberrevolution geschmissen. Nun wollen wir uns erneut mit Lenins Schriften beschäftigen und sein Werk „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“ lesen und diskutieren.

Deswegen laden wir Euch ein zum ersten Treffen am

Donnerstag, 26. Oktober 2017 ab 20Uhr

in den Komplex – Infoladen Trier, Hornstraße 7 in Trier-West

Am Donnerstag, 25. Mai (ist ein Feiertag btw) zeigt die SDAJ Trier den ersten Film aus der Reihe „Revolution im Film“ im Rahmen der Veranstaltungen zum Revolutionsjahr 2017.

 

Nach einer Einführung eines SDAJ-Aktivisten zu den Hintergründen der kubanischen Revolution sehen wir „Che – Revolución“ von Steven Sonderbergh und in der Hauptrolle Benicio dem Torro als Ernesto „Che“ Guevara.

Wir laden ein zu Popcorn, Nachos und Kaltgetränken und im Anschluss zur Diskussion. Wir freuen uns auf Euch!

Ab 19Uhr geht’s los!

Komplex – Infoladen Trier, Hornstraße 7 in Trier-West

Vor zwei Tagen hielt der Islamwissenschaftler und Buchautor Dr. Michael Lüders an der Uni Trier vor etwa 200 Zuhörern einen Vortrag mit dem Titel „Der Fluch der bösen Tat: Vom Sturz Mossadeghs im Iran 1953 bis zum Einmarsch in den Irak 2003“.

Gleich zu Beginn seiner ersten von drei geplanten Vorlesungen, die im Rahmen einer Gastprofessur an der Uni stattfinden sollen, stellte er klar, dass sich die Ereignisse im Nahen Osten – das Erstarken islamistischer Terrorgruppen, die nicht enden wollenden Konflikte – nicht einfach mit Religion oder Kultur erklären ließen. Dies sei nur der ideologische Überbau, hinter dem konkrete, materielle Kräfte die gesellschaftliche Entwicklung bestimmten. Auf dieser These aufbauend, ging es Lüders in dem folgenden, etwa einstündigen Vortrag vor allem darum, die Auswirkungen westlicher Interventionspolitik auf die materiellen Lebensverhältnisse und die geistige Einstellung der Bevölkerung des Nahen Ostens aufzuzeigen. Auch widmete er sich der Frage, welche Interessen hinter der kontinuierlichen Einwirkung westlicher Staaten in den Ländern dieser Region stehen. Neben der Einflussnahme im Iran wurden im Laufe des Vortrages viele weitere Interventionen thematisiert: der vom CIA initiierte Militärputsch in Syrien 1949, der von Frankreich, Großbritannien und Israel vom Zaun gebrochene Krieg gegen Ägypten 1956, die Bewaffnung fanatischer Islamisten im ersten Afghanistan-Krieg 1979-88 durch die USA u.v.m.

In einer nüchternen, nicht hinter irgendwelchen Phrasen versteckten Argumentations- und Erzählweise verdeutlichte der Redner die katastrophalen Folgen des Eingreifens westlicher Staaten für die Bevölkerungen der einzelnen Länder. Die offizielle Rechtfertigung, der angebliche Kampf für „Demokratie, Freiheit und Menschenrechte“, bezeichnete Lüders klipp und klar als das, was sie ist: bloße Fassade, hinter denen die Staaten ihre wirklichen Interessen verbergen. Doch was sind diese Interessen?
Für Lüders sind sie geopolitischer Natur, wie überhaupt Geopolitik der alles entscheidende Schlüssel zum Verständnis der Politik nicht nur des Westens, sondern auch Russlands, Chinas oder des Irans sei. Damit liegt er natürlich nicht falsch, doch schließt das konsequent weitergedacht schon die nächste Frage mit ein, nämlich in wessen Interesse denn Geopolitik betrieben wird. Im Falle des Sturzes Mossadeghs, dem demokratisch gewählten, politisch gemäßigten Premierminister Irans, im Jahre 1953 benennt Lüders die britischen und amerikanischen Interessen an den reichen Ölvorkommen in der Region als Anlass für die Initiierung des Putsches. Auch für den Angriffskrieg gegen Ägypten im Jahre 1956 nennt er wirtschaftliche Interessen Frankreichs und Großbritanniens, die mit der Verstaatlichung des Suez-Kanals durch die ägyptische Regierung nicht einverstanden waren, als Ursache. Soweit ist dem Wissenschaftlicher absolut zuzustimmen. Doch einerseits unterlässt es Lüders ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass es nicht die Bevölkerungen Großbritanniens, Frankreichs oder der USA waren, deren wirtschaftliche Interessen auf dem Wege militärischer Interventionen vertreten wurden, sondern lediglich die der herrschenden Klassen dieser Länder. Andererseits vollzieht er nicht den eigentlich auf der Hand liegenden Zirkelschluss von Militärinterventionen und geopolitischen Interessen hin zu den Gesetzen des kapitalistischen Wirtschaftssystems. Dass hinter der Geopolitik vor allem wirtschaftliche Interessen stehen, daran lässt auch Lüders wenig Zweifel, aber den Schritt weitergehen und zu sagen, dass das aggressive Streben nach Absatzmärkten und Rohstoffen, Verteidigung und Ausbau von Handelswegen – sprich: Profitmaximierung – eine logische Konsequenz des kapitalistischen Konkurrenzkampfes ist und damit Kriege unserem heutigen Wirtschaftssystem immanent sind, will der Redner dann doch nicht.
Aber vielleicht ist es gerade das, dieser fehlende letzte Schritt hin zu einem Kapitalismuskritiker, der ihm Vorträge wie den am Montag in Trier oder allgemein die große mediale Aufmerksamkeit überhaupt erst ermöglichen. Dass ein Mann wie Lüders, der „einfachen“ Lösungen komplexe Zusammenhänge gegenüberstellt, der als konsequenter Gegner jedes „Regime Changes“ auftritt (womit er sich unter einigen Trierer Studenten, die die Regierung Irans „gestürzt“ sehen wollen, keine Freunde machte), der in genauso nüchterner wie nachvollziehbarer Art die heuchlerische Politik der westlichen Industriestaaten aufzeigt, kurzum: der ein scharfer Kritiker des westlichen Imperialismus ist – dass ein solcher Mann im öffentlichen Diskurs und nun auch an der Trierer Uni eine Stimme hat, ist jedenfalls sehr zu begrüßen.
Seine weiteren Vorlesungen an der Uni Trier:
12. Juni 2017: The unknown known: Wie Washington seit 1949 regime change in Damaskus betreibt
10. Juli 2017: Flüchtlinge und Terror: Die sichtbarsten Kehrseiten der Strategie „Sieben Kriege in fünf Jahren“

 

– ein Bericht von Daniel, SDAJ Trier

Am 9.Februar starten wir zum 100. Jubiläum der Oktoberrevolution, die SDAJ Trier und die Linksjugend ’solid Region Trier mit unserem ersten Treffen zum Lesekreis zu Lenins „Staat und Revolution“.

tmp_31552-FB_IMG_1484171528780-966255907

Ihr seid herzlich eingeladen teilzunehmen. Wir freuen uns auf Euch! 🙂

Los geht’s mit dem ersten Treffen am Donnerstag, 9. Februar 2017 um 19:00Uhr im Komplex – Infoladen Trier, Hornstraße 7 in Trier-West.

Eine genauere Beschreibung folgt! 😉