wir dokumentieren die Rede der SDAJ Trier zur Demonstration gegen die AfD-Kundgebung vor der Porta Nigra am 01.09.2017:

 

Liebe Freunde und Freundinnen, liebe Antifaschisten und Antifaschistinnen,

seit mittlerweile fast vier Jahren hetzt die selbsternannte „Alternative für Deutschland“ nun schon gegen Flüchtlinge, Muslime, Arbeitslose oder Linke. Obwohl sie bisher an keiner einzigen Regierung beteiligt waren, könnte man fast meinen, dass sich die Bilanz ihrer Arbeit durchaus sehen ließe:
Während in ganz Deutschland Flüchtlingsunterkünfte brannten, beschloss die Bundesregierung die größte Asylrechtsverschärfung seit über zwanzig Jahren. Selbst nach Afghanistan, wo es fast täglich zu Anschlägen oder Kriegshandlungen kommt und das regelmäßig als gefährlichstes Land für Frauen weltweit gelistet ist, wurde und wird abgeschoben.

Während in den Jahren 2015 und 2016 zusammen weit mehr als 8000 Menschen bei der Flucht übers Mittelmeer ums Leben kamen, schreckte die Bundesregierung zur Abwehr von Flüchtenden auch vor einem Pakt mit dem türkischen Präsidenten Erdogan nicht zurück, ungeachtet des blutigen Bürgerkrieges, den er gegen die kurdische Bevölkerung führt oder der Verfolgung jeglicher Oppositioneller und Andersdenkender in der Türkei. Der aktuelle Plan der größten EU-Länder besteht darin, Flüchtende bereits in Auffanglagern in Libyen festzusetzen, einem Land, in dem keine Regierung, sondern rivalisierende Milizen die Macht haben und dem schwerste Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Flüchtlingen vorgeworfen werden.
Sind das humane Antworten auf die Forderungen der AfD nach sicheren Grenzen und einer „Festung Europa“ oder ist das deren Umsetzung?
Statt der rechten Hetze offensiv zu begegnen, hat die herrschende Politik den „Linksextremismus“ als großes Feindbild ausgemacht. Während in Thüringen Tausende Nazis auf einem Rechtsrock-Konzert unter den Augen der Polizei ihren Hass verbreiten und mit ausgestreckten Armen „Sieg Heil“ brüllen durften, werden couragierte Antifaschistinnen und Antifaschisten, die sich an Demonstrationen oder Sitzblockaden beteiligen, fortwährend kriminalisiert. Erst vorgestern wurden in Düsseldorf zwei linke Aktivisten zu Geldstrafen in Höhe von insgesamt mehr als 8000€ verurteilt, weil sie zu einer Sitzblockade gegen die rassistische Partei der Republikaner aufgerufen haben sollen. Eine nicht minder rassistische Partei, die NPD, war dem BVerfG für ein Verbot zu unbedeutend. Aber um eine linke Internetplattform zu verbieten wurde schon mal ganz tief in die juristische Trickkiste gegriffen und die Betreiber kurzerhand zu einem Verein erklärt.

Wir als SDAJ zeigen uns solidarisch mit allen, die wegen ihres Eintretens gegen Rechts staatlicher Repression unterworfen werden!

Von Anfang an haben fortschrittliche Kräfte betont, dass soziale Ungerechtigkeit den Nährboden für die Demagogie der Rechten bildet. Wenn auch nach jahrzehntelanger Arbeit die Rente nicht zu einem würdigen Leben reicht; wenn sich immer mehr Menschen angesichts explodierender Mieten das Wohnen in vielen Städten nicht mehr leisten können; wenn Millionen Lohnabhängige zwei Jobs brauchen, um über die Runden zu kommen und wenn trotz rapide fortschreitender Digitalisierung die Arbeitsbelastung nicht sinkt, sondern im Gegenteil sogar noch zunimmt – dann läuft etwas falsch. Es tobt Klassenkampf und die Kapitalisten sind dabei zu gewinnen, wie es einst Warren Buffett formulierte. Obwohl es an Reichtum nicht mangelt, fehlt Geld an allen Ecken und Enden, nicht nur bei Renten und Löhnen, auch in Krankenhäusern, Schulen oder bei der Versorgung von Flüchtlingen. Diese Situation erzeugt zwangsläufig soziale Spannungen. Und es sind diese sozialen Spannungen, welche Demagogen wie die AfD ausnutzen, um Menschen nach Maßgabe ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer sexuellen Orientierung gegeneinander aufzuwiegeln. Die Antwort hierauf kann nur sein: Gemeinsamer Kampf um höhere Löhne, für die Anhebung des Rentenniveaus und die bessere Ausstattung von Schulen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen – Solidarität statt Spaltung!

„Fortschritt ist das Werk der Unzufriedenen“ schrieb einst völlig zutreffend der franz. Schriftsteller Jean-Paul Sartre. Und genau weil das so ist, haben die Profiteure eines alten, überkommenen Systems seit jeher versucht, die Unzufriedenen von ihrem Werk abzuhalten. Sie fürchten den Fortschritt, weil er den Verlust ihrer Privilegien und ihrer gesellschaftlichen Macht bedeuten würde. Die Profiteure des heutigen Systems, das sind die Besitzer der großen Banken und Konzerne; das sind jene, die sich den Großteil des produzierten Reichtums aneignen, obwohl sie selber nur eine verschwindend kleine Minderheit der Gesellschaft darstellen. Fortschritt würde bedeuten, die großen Konzerne in öffentliche Hand zu überführen und unter demokratische Kontrolle zu stellen; Fortschritt würde bedeuten der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen ein Ende zu bereiten und den gesellschaftlichen Reichtum im Sinne Aller einzusetzen. Fortschritt würde Sozialismus bedeuten!
Diesen Fortschritt versuchen die Herrschenden um jeden Preis zu verhindern. Daher ist es in ihrem Interesse, wenn die AfD die Unzufriedenheit der arbeitenden Bevölkerung kanalisiert, indem sie Minderheiten als vermeintlich Schuldige an den sozialen Missständen denunziert. Plumper Rassismus, Nationalismus und Sexismus dienen hierbei der AfD dazu, zu verschleiern, dass sie in Wirklichkeit die Privilegien des oberen 1%-s der Gesellschaft nicht im Geringsten antasten will. (Spitzenkandidatin Weidel bspw. ist ehem. Goldman Sachs – Bankerin und lehnt den Mindestlohn genauso ab wie Erbschafts- oder Vermögenssteuer.) Es ist die Aufgabe aller fortschrittlich denkenden Kräfte die AfD als das zu entlarven, was sind – die reaktionären Handlanger der herrschenden Klasse im Kampf gegen gesellschaftlichen Fortschritt!

Am heutigen Tage begehen wir auch den weltweiten Antikriegstag. Angesichts der zunehmenden Militarisierung Deutschlands und dem Anspruch, wieder mehr „Verantwortung in der Welt“ zu übernehmen, hat der Gedanke dieses Tages nichts an Aktualität verloren. Weltweit werden imperialistischen Kriege geführt, um die Wirtschaftsinteressen der großen Industrieländer durchzusetzen. Die Bundeswehr ist an unzähligen Orten in Afrika, Asien und Europa an Kriegseinsätzen beteiligt und spielt regelmäßig eine führende Rolle bei den riesigen Militärmanövern an der russischen Grenze. Bis 2030 will das Verteidigungsministerium 130 Milliarden Euro in militärische Ausrüstung investieren, gleichzeitig werden in groß aufgezogenen Werbekampagnen Jugendliche mit Sprüchen wie „Was sind schon 1000 Freunde im Netz gegen einen Kameraden?“ als Kanonenfutter rekrutiert. Wenn nun die AfD fordert, die Wehrpflicht wiedereinzuführen und die deutschen Streitkräfte so zu reformieren, dass diese auch für Einsätze „höchster Intensität“ bereit sind, dann ist das beängstigend, aber es ist letztlich nur die konsequente Fortsetzung der seit Jahren vorangetriebenen Militarisierung Deutschlands. Deswegen kann auch hier die Antwort nur darin bestehen, dem deutschen Imperialismus offensiv zu begegnen:
Stopp aller Auslandseinsätze und Militärmanöver
Austritt aus dem imperialistischen Kriegsbündnis NATO
Verbot von Bundeswehr-Werbung an Schulen, Universitäten und öffentlichen Plätzen
Verbot aller Rüstungsexporte
Abrüstung statt Militarisierung!

Doch am 1. September wird nicht nur dem Beginn des 2. Weltkriegs gedacht. Ebenso führte Adolf Hitler durch den Euthanasie-Erlass die Ermordung 100.000er behinderter und psychisch kranker Menschen herbei. Des Weiteren stellte er das Hören ausländischer Radiosender unter Strafe, was u.a. als „Vorbereitung zum Hochverrat“ geahndet wurde. Zwei Jahre später, ebenfalls am 1. September, trat die Polizeiverordnung in Kraft, welche die jüdische Bevölkerung zwang sich mittels des gelben Davidsterns zu kennzeichnen. Ausgerechnet der AfD, einer Partei in der Mitglieder höchste Parteiämter bekleiden, welche Auseinandersetzungen mit dem sogenannten afroarabischen Lumpenproletariat voraussagen, das Gedenken an den Holocaust infrage stellen, das Aussterben des deutschen Volkes beschwören und sogar die Entsorgung einzelner Menschen als legitimes Mittel ansehen…Ausgerechnet einer solchen protofaschistischen Partei wird hier an diesem Tage im Herzen Triers eine Plattform geboten.
Wir sagen: Gegen das Vergessen! Nie wieder Faschismus!

Viele Menschen sehen in einer starken EU die richtige Antwort auf den zunehmenden Nationalismus und Rassismus in der Gesellschaft. Wir von der SDAJ tun das nicht! Die Europäische Union ist ein Zusammenschluss kapitalistischer Staaten zur Wahrung ihrer Handels- und Wirtschaftsinteressen. Ihr Grundprinzip ist nicht Solidarität, sondern Konkurrenz. Schwächere Volkswirtschaften werden erbarmungslos niederkonkurriert und ihnen anschließend ein Verarmungsprogramm aufgezwungen, um angeblich ihre Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Vermeintliche europäischen Werte wie „Weltoffenheit“ oder „Freiheit“ wirken wie blanker Hohn, wenn man sich die unmenschliche Abschottungspolitik an den EU- Außengrenzen ansieht. Keine noch so schön klingende Phrase vermag etwas daran zu ändern, dass die EU ein Instrument zur Konservierung kapitalistischer Eigentumsverhältnisse ist und dass der Kapitalismus nie ein weltoffenes, solidarisches oder menschliches System sein wird.

Es kann keinen bleibenden Erfolg haben, nur die skrupellosesten Verfechter der herrschenden Ordnung zu bekämpfen, ohne auch diese Ordnung selbst in Frage zu stellen. Ein Gesellschaftssystem, das alles und jeden der Logik des Profits unterwirft, das auf Konkurrenz und Ausbeutung beruht, wird immer wieder aufs neue die gesellschaftliche Grundlage reproduzieren, auf der die Hetze der AfD aufbaut: das Interesse der herrschenden Klasse an der Spaltung der arbeitenden Bevölkerung und der Wunsch der Unzufriedenen nach Veränderung in einem vermeintlich alternativlosen System.
Daher möchten wir euch dazu aufrufen:
Lasst euch nicht spalten, sondern kämpft gemeinsam für eure Interessen. Organisiert euch in der Gewerkschaft und setzt euch dort für fortschrittliche Positionen ein: Gegen Leiharbeit, für bessere Löhne und gegen Sozialpartnerschaft!

Organisiert euch in Friedensinitiativen und Mieterbündnissen, in der Schule, der Uni oder dem Betrieb: kämpft überall dort, wo ihr lebt und arbeitet, gegen die Logik des Profites, der Konkurrenz und der Entmenschlichung!
Rassismus, Nationalismus und Sexismus bekämpfen, heißt gegen den Kapitalismus, für gesellschaftlichen Fortschritt und für den Sozialismus zu kämpfen!

 

 


Sei wie Daniel – wähle den Weg des Widerstands!

#WegDesWiderstands


„Alle vier Jahre ein Kreuzchen zu machen, ändert sowieso nichts!“. Stimmt soweit: Für Veränderungen müssen wir schon selber kämpfen. Dennoch sind auch Wahlen eine Möglichkeit aufzuzeigen, dass man gegen dieses System ist, weshalb es unsere Aufgabe ist unsere antikapitalistische Stimme abzugeben.

Die Bundestagswahlen rücken immer näher und wir haben junge Menschen gefragt, warum sie den Weg des Widerstands wählen.
Mehr Infos zu den Positionen der SDAJ findest du hier http://www.sdaj-netz.de/…/stimme-abgeben-stimme-erheben-ka…/


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Danke Trier für ein deutliches Zeichen gegen die AfD!













Klasse und lautstarke Demo mit gut 450 Leuten gegen die ca 80 Hansel der AfD (darunter auch Nazis vom 3. Weg), Bei unserer Kundgebung gabs gute Reden, Musik, einen Infotisch und viele selbstgebastelte Plakate mit starken Statements. Die AGF war mit einer Erinnerungswand für Naziopfer dabei, neben den Fotos und Namen standen aktuelle Zitate der AfD die deren völkisches und rassistisches Denken offenbaren. Dank an alle Unterstützer*innen(gruppen), RednerInnen und Buntes Trier für die Orgaarbeit!.
AfD stoppen!!! Unsere Alternative heisst Solidarität


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Nie wieder Faschismus!


Wir demonstrieren gerade an der Porta gegen die AfD Wahlkampfveranstaltung. Dem großen Gegenprotest von fast 500 Antifaschist*innen stehen hauptsächlich AfD-Funktionäre und wenige Besucher gegenüber. Dafür kann die AfD aber auf die tatkräftige Unterstützung ihrer Kameraden vom Dritten weg zählen (siehe Bild unten).
Nie wieder Faschismus!


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Trier: Kein Raum für Rassismus

Gepostet am 31. August 2017 Aktionen


Wer mit uns morgen gegen die AfD demonstrieren möchte (obwohl wir laut DASDING Trier böse „Linksextremisten“ sind) ist herzlich eingeladen ab 18Uhr dabei zu sein!

#FCKAFD
#RefugeesWelcome
#nurgemeinsamsindwirstark
#KeinPlatzFuerRassismus Die AfD plant am 01.09.2017 eine Wahlkampfveranstaltung an der Porta. Das wollen wir nicht unwidersprochen hinnehmen und rufen auf zur Kundgebung

Trier: Kein Raum für Rassismus

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) versucht, die politische Rechte in der Bundesrepublik neu zu erfinden. Ihrem inzwischen sehr starken rechtsextremen Flügel gelingt es Parolen im Stile der NPD salonfähig erscheinen zu lassen. Während sich viele Menschen in Deutschland für Frieden und Toleranz einsetzen, reden einzelne AfD-Vertreter*innen von Schießbefehlen an den EU-Außengrenzen, fürchten das Aussterben des „deutschen Volkes“, stellen das Gedenken an den Holocaust in Frage, versuchen die Errungenschaften der Frauen*bewegung ungeschehen zu machen, wollen die Rechte von Arbeitnehmer*innen und Erwerbslosen einschränken und mobilisieren gegen Geflüchtete, Homosexuelle, Regenbogenfamilien und sexuelle Bildung, Alleinerziehende und alle anderen, die nicht in ihr eindimensionales Weltbild passen oder die sie als Bedrohung empfinden.
Mit ihrer Strategie des kalkulierten Tabubruchs rückt sich die AfD nicht nur geschickt ins mediale Rampenlicht, sondern verstärkt insgesamt ein gesellschaftliches Klima der Ausgrenzung.

Wir sehen die vielen dringlichen Missstände in der Bundesrepublik und weltweit. Die neuen Zäune und Mauern in den Köpfen und an den Grenzen, das Gefühl der Unsicherheit der Menschen auch gefördert durch prekäre Beschäftigungen, welche Armut verursacht und nicht zuletzt die weltweiten Kriege, die dazu führen, dass Menschen ihre Heimat verlassen. Aber wir wissen: Die alten und die neuen Rechten sind Teil des Problems und nicht der Lösung. Wir werden uns an der Verbreitung ihrer Parolen nicht beteiligen. Wir wollen uns den Hetzern dieser Partei entgegenstellen. Lasst uns zusammen deutlich machen: Diese Partei ist sicherlich keine Alternative für dieses Land! Wir wollen ihren Einzug in den Bundestag verhindern!

Statt Sündenböcke zu suchen und die Schwächsten in der Gesellschaft gegeneinander auszuspielen, setzen wir auf Solidarität.
Wir wollen eine Welt, in der Menschen völlig unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung und Religion friedlich zusammenleben können.
Wir stehen für Demokratie, Respekt und Vielfalt!

Kommt deshalb am 01.09.2017 um 18.00 Uhr zu unserer
Kundgebung in die Simeonstraße (Nähe Porta).

Lasst uns gemeinsam unüberhörbar Position beziehen für eine bunte, weltoffene Gesellschaft, Solidarität und Gleichberechtigung.

411 people interested


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Als die Polizei den 18-jährigen Asef aus seiner Berufsschule in Nürnberg holen wollte, um ihn nach Afghanistan abzuschieben, haben viele MitschülerInnen versucht, die Polzei daran zu hindern. Über die Solidarität an der Schule haben haben wir uns MitschülerInnen und Asefs Anwalt unterhalten. Hier geht‘s zum Interview: http://www.sdaj-netz.de/blog/2017/08/28/wann-wenn-nicht-jetzt/




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Trier: Kein Raum für Rassismus

Gepostet am 28. August 2017 Aktionen


Wir wollen an dieser Stelle nochmal dazu aufrufen am kommenden Freitag der rassistischen AfD in Trier entgegen zu treten!

Kommt zur Gegendemo!

#RefugeesWelcome
#NurGemeinsamSindWirStark
#FCKAFD Die AfD plant am 01.09.2017 eine Wahlkampfveranstaltung an der Porta. Das wollen wir nicht unwidersprochen hinnehmen und rufen auf zur Kundgebung

Trier: Kein Raum für Rassismus

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) versucht, die politische Rechte in der Bundesrepublik neu zu erfinden. Ihrem inzwischen sehr starken rechtsextremen Flügel gelingt es Parolen im Stile der NPD salonfähig erscheinen zu lassen. Während sich viele Menschen in Deutschland für Frieden und Toleranz einsetzen, reden einzelne AfD-Vertreter*innen von Schießbefehlen an den EU-Außengrenzen, fürchten das Aussterben des „deutschen Volkes“, stellen das Gedenken an den Holocaust in Frage, versuchen die Errungenschaften der Frauen*bewegung ungeschehen zu machen, wollen die Rechte von Arbeitnehmer*innen und Erwerbslosen einschränken und mobilisieren gegen Geflüchtete, Homosexuelle, Regenbogenfamilien und sexuelle Bildung, Alleinerziehende und alle anderen, die nicht in ihr eindimensionales Weltbild passen oder die sie als Bedrohung empfinden.
Mit ihrer Strategie des kalkulierten Tabubruchs rückt sich die AfD nicht nur geschickt ins mediale Rampenlicht, sondern verstärkt insgesamt ein gesellschaftliches Klima der Ausgrenzung.

Wir sehen die vielen dringlichen Missstände in der Bundesrepublik und weltweit. Die neuen Zäune und Mauern in den Köpfen und an den Grenzen, das Gefühl der Unsicherheit der Menschen auch gefördert durch prekäre Beschäftigungen, welche Armut verursacht und nicht zuletzt die weltweiten Kriege, die dazu führen, dass Menschen ihre Heimat verlassen. Aber wir wissen: Die alten und die neuen Rechten sind Teil des Problems und nicht der Lösung. Wir werden uns an der Verbreitung ihrer Parolen nicht beteiligen. Wir wollen uns den Hetzern dieser Partei entgegenstellen. Lasst uns zusammen deutlich machen: Diese Partei ist sicherlich keine Alternative für dieses Land! Wir wollen ihren Einzug in den Bundestag verhindern!

Statt Sündenböcke zu suchen und die Schwächsten in der Gesellschaft gegeneinander auszuspielen, setzen wir auf Solidarität.
Wir wollen eine Welt, in der Menschen völlig unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht, ihrer sexuellen Orientierung und Religion friedlich zusammenleben können.
Wir stehen für Demokratie, Respekt und Vielfalt!

Kommt deshalb am 01.09.2017 um 18.00 Uhr zu unserer
Kundgebung in die Simeonstraße (Nähe Porta).

Lasst uns gemeinsam unüberhörbar Position beziehen für eine bunte, weltoffene Gesellschaft, Solidarität und Gleichberechtigung.

411 people interested


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Längst überfällig!


Initiative zur Heiligsprechnug von Thomas de Maizière

In Zeiten von 1000 Anschlägen auf Flüchtlingsheime alleine in 2016, 2000 Angriffe auf Flüchtlinge, Pegida, NSU und Verfassungsschutzverstrickungen, gigantischen Rechtsrock-Festivals, Seenotrettung im Mittelmeer, etc., führt unser Innenminister Thomas de Maizière die in Teilen verunsicherten Bürger Deutschlands aus dem Tal des Jammers hinaus! Mit energischer Hand hat Herr de Maizière den Extremismus in Deutschland ein für alle mal zerschlagen, indem er die Hetzseite „Linksunten.Indymedia“ verbot! Endlich können die Bürger Deutschlands wieder frohen Mutes in die Zukunft blicken, entspannt über saubere Straßen flanieren, wieder Portemonnaies statt Brustbeutel tragen! Für diesen Schritt ist Herr de Maizière von der gesamten Presse des Landes und vom Volk zurecht bejubelt worden, doch das ist, gemessen an der Bedeutung der Tat, für uns nicht genug! Da hier von Herrn de Maizière die freie Gesellschaft, fußend auf universalen Menschenrechten, eigenhändig und sozusagen im Handstreich vor den Extremisten gerettet wurde, ist eine Heiligsprechung das Mindeste, was wir ihm zurückgeben können. Da normalerweise nur Verstorbene heilig gesprochen werden können, muss der Papst hier mal eine Ausnahme machen, warum nicht? Wenn auch Du gerne in unserer neuen Gesellschaft lebst, die nun nicht mehr von Extremisten in ihren Grundfesten erschüttert wird, dann teile diesen Aufruf!


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Gemeint sind wir alle!
Solidarität mit Indymedia Deutschland!


++ Neuer Post ++ erneut teilen ++ spread the news ++

Über Twitter und in diversen online-Medien konnte man heute Morgen erfahren, dass der Innenminister Thomas de Maiziére kurzer Hand die linke Internetplattform linksunten.indymedia.org. verboten hat.

Seit 1999 existiert die Plattform indymedia – ein Internetportal, das schon vor der Zeit von Twitter, Facebook und Co. weltweit AktivistInnen die Möglichkeit gab und gibt, abseits vom Medienmainstream zu veröffentlichen. Auf dem deutschen Ableger linksunten.indymedia
konnten bisher anonym Beiträge veröffentlicht werden. So kam es zu einer bunten Mischung aus Demo-Aufrufen, Outings von Nazis, linken Analysen des Weltgeschehens und praktischen Tipps für die politische Arbeit. Noch ist nicht so richtig klar, wen das Innenministerium für die Plattform verantwortlich machen will, aber sie haben schonmal alle Kennzeichen des „Vereins“ verboten, das Vereinsvermögen einkassiert und bei Hausdurchsuchungen einige Computer sichergestellt.

Einerseits stellt sich die Bundesregierung immer wieder als Verteidigerin der Pressefreiheit auf der ganzen Welt hin, kritisiert gnadenlos die Regierenden anderer Länder für ihr Vorgehen und setzt ihren Willen nicht selten mit Sanktionen durch – andererseits scheint dies für sie ein angemessenes Mittel zu sein, um uns zu disziplinieren und nach der massiven Polizeigewalt zum G20-Gipfel zu beweisen, dass sie ihren Laden unter Kontrolle haben. Damit wird eine gesellschaftliche Stimmung gegen die Linke Bewegung weiter angeheizt, die unseren Protest erschweren soll.

Thomas Strobl, Innenminister in BaWü, behauptet »Diese Maßnahmen sind ein schwerer Schlag gegen die linksextremistische Szene in Deutschland.« Wir sagen: natürlich handelt es sich hier um einen krassen Angriff auf die Pressefreiheit. Er beweist mal wieder, wie viel Angst dieser Staat vor Menschen hat, die für eine bessere Welt kämpfen, in der nicht die Profite, sondern die Menschen gelten.

Das Verbot eines Internetportals wird aber nicht all die Menschen aufhalten, die Tag für Tag Widerstand leisten und sich gegen dieses System zu wehr setzen.
Kurz vor den Bundestagswahlen möchte Thomas de Maiziére nochmal beweisen, wie verbissen er und sein Ministerium sich gegen die linke Bewegung stellen, während sie schön weiter auf dem rechten Auge blind bleiben.
Fuck You!


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#RefugeesWelcome – damals wie heute!


25 Jahre ist es her, dass in Rostock Lichtenhagen ein rassistischer Mob die zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber – das Sonnenblumenhaus – angegriffen hat. „Der Eingangsbereich wurde unter Rufen wie „Wir kriegen euch alle!“ und „Gleich werdet ihr geröstet!“ gestürmt, Türen eingetreten und Fenster zerschlagen. Außer mit Steinen und Flaschenwürfen wurde das Wohnheim, in dem sich zu diesem Zeitpunkt noch über 100 Menschen befanden, verstärkt mit Brandsätzen angegriffen, bis eine der unteren Wohnungen schließlich Feuer fing.“ schreibt Tatjana aus Rostock und berichtet, wie es heute um Lichtenhagen steht.

http://www.sdaj-netz.de/blog/2017/08/23/die-gewollte-eskalation-25-jahre-rostock-lichtenhagen/


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